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Crazy Week im Januar

Irgendwie ist alles anders und doch immer noch gleich. Verwirrend oder?

Ja, genau so fühle ich mich auch. Immer noch in Kurzarbeit – die ich langsam als meinen Alltag akzeptiert habe, weil ich mir genug andere Projekte überlegt habe, mit denen sich die Tage sehr leicht füllen lassen. Und die Familie ist ja auch noch da.

Die Ferien sind um und wir eilen auf die Halbjahreszeugnisse zu. Das wird bei meinem Sohn dieses Mal wohl interessant nehme ich an, da er eine Arbeit total verbaselt hat und die Note entsprechend ausgefallen ist.  Na ja …

Seit einer Woche sind wir also wieder im Homeschooling und nach Anlaufschwierigkeiten mit einer sehr deutlichen Ansage von mir nach vier Tagen, klappt es jetzt soweit ganz gut. Er ist eben auch ‚erst‘ in der 5. Klasse – die Selbstorganisation muss da noch ein wenig ausgebaut werden. Anstrengend ist es natürlich dennoch – wem sage ich das? Da draußen bin ich ja nicht allein. Zeitgleich habe ich ja noch das Kindergartenkind daheim, der auch gern ein wenig beschäftigt werden möchte. Und meinen Nebenjob mit den Lektoraten und meinen eigenen Büchern.

Und ach ja, ich bin ja nun auch seit einem Monat Studentin.

Der Herzensmann war die letzte Woche auch im Homeoffice und ich bin sehr froh darum. Die Zahlen schießen im Ort in die Höhe, wir haben mal wieder Ausgangssperre. Die stört mich allerdings ohnehin nicht. Wo sollte ich auch hin zwischen 21 und 5 Uhr?

Endlich gab es auch Schnee, da war es viel leichter, die Kids mal vor die Tür zu bekommen, als wenn es den ganzen Tag düster ist und regnet. Das war schön und hat den Kleinen dazu gebracht zu sagen: ‚Das ist das einzig Gute an Corona, sonst hätten wir nicht im Schnee spielen können.‘ Stimmt, denn normalerweise wäre ich unter der Woche ja auch im Büro in meinem Brotjob und hätte die Zeit nicht, während er im Kindergarten gewesen wäre. Es ist wichtig, die Vorteile zu suchen und ich weiß, wenn ich je wieder in meinen Brotjob zurückkehren sollte, werde ich diese Freiheit, mir meine Arbeit einzuteilen, wie ich es an die Bedürfnisse der Familie anpassen kann, sehr vermissen. Aus diesem Grund liebe ich meine nebenberufliche Selbstständigkeit und falls es mit dem Brotjob nichts mehr werden wird, steht für mich auch fest, dass ich in keine feste Anstellung in einem großen Betrieb mehr gehen werde. Ich liebe diese Freiheit und werde mich in meinem Brotjob da ziemlich umgewöhnen müssen. Das wird sehr schwer, denn in meinem Nebenberuf tue ich endlich das, was ich eigentlich immer tun wollte.

On top noch das Studium. Da ich recht selbstreflektiert bin, gebe ich zu, ich habe das unterschätzt. Nicht das Lernen an sich und das Durcharbeiten der Unterlagen. Da bin ich sehr diszipliniert und ziehe das auch durch, aber die Prüfungen. Ich habe Ende der Woche meine erste Online-Klausur geschrieben, für die ich nur 5 Tage gelernt habe. Ja, ich habe mich recht kurzfristig entschieden, weil der Herzensmann das mit dem Homeoffice so kurzfristig entschieden hat und ich kann keine 90 Minuten Klausur online schreiben, wenn die Kinder daheim sind und niemand ein Auge auf sie hat. Also die spontane Idee am Montag und am Freitag war die Klausur.

Das Thema war so semi-interessant. Ich verstehe die Wichtigkeit, aber vieles war auch … na ja. Wie es immer so ist. Es waren sehr viele Details, die man wissen musste und ich konnte nicht alle. Saß vor allem bei den offenen Fragen recht konsterniert vor der beobachteten Onlineprüfung und habe mir was aus den Fingern gesaugt. Und nun bin ich zurecht besorgt, dass ein fettes rotes F neben der Prüfung auftaucht in ungefähr 6 Wochen. Klar, es ist nicht der Untergang der Welt, ich habe auch in der Schule Prüfungen in den Sand gesetzt, aber ich habe eben heute nicht mehr die Zeit, alles dauernd zu wiederholen. Und ich will voran kommen. Das beschäftigt mich schon, zeitgleich mit der Frage, ob ich mit 40 nicht doch zu alt für so ein Mammutprojekt bin. Wenn ich zu oft durchfalle, werde ich exmatrikuliert und das wäre … Journalismus war eben immer mein Traum und ich will nicht so schnell aufgeben.

Vieles, was mich beschäftigt. Vieles, was mich runterzieht im Moment und ich weiß nicht, wie ich mit allem umgehen soll. Eigentlich hat die Woche sehr gut angefangen, ich war strukturiert, ich habe mich aufgerafft, ich glaube sogar, dass ich allen gerecht geworden bin und meine Arbeit geschafft habe. Dann kam das Tief und ich habe alles vernachlässigt. Auch meine geplante Abnahme. So geraten alle Pläne wieder ins Hintertreffen … und alleine die Vorstellung, noch einmal für die Prüfung von letztem Freitag zu lernen, lassen mich erstarren. 6 Wochen werden lang und ich darf mich davon nicht abhalten lassen, die anderen Ziele zu verfolgen.

Es bleibt also spannend … wie alles andere in 2021. Viel auch banales wie: Was wird aus dem Nachbarhaus nachdem nun vor einer Woche der Auszug der alten Nachbarin stattgefunden hat? Wie werden die Neuen? Immerhin bleibt das Haus stehen, wie es aussieht, denn davor hatten wir am meisten Angst, dass der große Garten zugebaut wird.

Werden wir Urlaub machen können? Ich würde so gerne nach Island fliegen, wenn schon mein Seelenland USA in weitere Ferne rückt aufgrund der Pandemie.

Wie geht es mit dem Brotjob weiter? Und dem Studium? Der Schule des Großen … und unseren Umbauplänen.

Fehlt ja nur noch, dass ich mit 40 noch mal schwanger werde. Und nein, das wäre dann eine Überraschung.

Ein Tag nach dem anderen. Alles findet einen Weg und alles hat seine Zeit.

Eure

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