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Motivation und Corona-Sorgen

Heute ging es bei Justine Pusts Autor_innensonntag um Motivation beim Schreiben. Die ist ja immer so ein Faktor, der einem alles vermiesen kann. Ich kann ein Lied davon singen, denn ich habe oft so Tage, wo gar nichts geht. Und wenn ich es dann wage, mich auf die Couch zu legen, bewege ich davon meist auch nicht mehr weg. Daher versuche ich das erst mal meistens einfach zu vermeiden. Aber manchmal geht es nicht anders. Trotz meiner Kurzarbeit habe ich nämlich das Gefühl, dass ich ziemlich durchpowere. Jeden Tag ist was. Meine Stunden für meine Selbstständigkeit sind auf die Woche verteilt und folgen festen Plänen. Dann die Kids, der Haushalt, das Homeschooling und mein Studium. Gerade heute habe ich gedacht: Wenn ich eine Baustelle erledigt habe (wie meinen Laptop gegen einen Desktop zu tauschen, weil er langsam in die Jahre kommt und ich befürchte, dass er demnächst einfach kaputt geht. So kann ich ihn jetzt noch für meine Online-Klausuren im Studium nutzen), dann habe ich gleichzeitig 10 neue Baustellen eröffnet. Beim Speichern und Sichern meiner Dateien sind mir Dinge eingefallen, die ich noch machen muss. Und was ich alles noch nicht getan habe. Das nagt an mir. Und vor allem an meiner Motivation. Weil natürlich hat man nicht immer Bock auf alles. Und so ist es beim Schreiben auch. Wenn man Bücher veröffentlicht, dann weiß man, dass das Projekt auch irgendwann mal abgeschlossen werden muss … weil man es ja den Leser_innen präsentieren will. Die Welt eines Autoren ist hart. Man muss präsent bleiben, sonst ist man vergessen. Also arbeitet man an Nachfolgebänden und setzt sich auch selbst unter Druck. Dabei spreche ich jetzt von Selfpublisher_innen. Und auch da gibt es Szenen oder Kapitel, die die Motivation aufbrauchen, weil sie nicht einfach sind, weil man hängt, weil der Plot nicht passt. Und dann muss man sich auch mal selbst in den Hintern treten oder durch liebe andere Autor_innen in den Hintern treten lassen.

So ist es eben auch mit allen anderen Projekten. Und ich stelle gerade heute wieder sehr verbittert fest: Wie gut auch immer ich denke, dass mein Zeitplan inzwischen ist, es reicht nicht. Es reicht einfach nicht. Ich müsste noch schneller, noch effizienter werden und weiß gerade nicht wirklich wie.

Ich hoffe, dass ich einfach mit meinen Listen alles abarbeiten kann und irgendwann endlich mal das Gefühl habe, ich bin echt on track. Aber das hatte ich schon ein paar Mal und dann … seufz.

Wahrscheinlich lasse ich mich auch einfach viel zu schnell ablenken. Und das Leben hält sich eben auch an keinen Plan. Jeden Tag was Neues, damit es auch spannend bleibt, oder?

Auch spannend wird es ab morgen. In Hessen öffnen die Schulen für die Klassen 1 bis 6, im Wechselunterricht. Noch ist der Große nicht dran, erst die Woche danach, aber aber … hier steigt die Inzidenz wieder, nachdem sie im Kreis bei 37 lag. Natürlich, denn die Mutation hat uns auch schon erreicht. Ich mache mir bei meinem Schulkind auch weniger Sorgen, als bei meinem Kindergartenkind. Er geht morgen auch wieder – und er braucht es. Wir können es ihm einfach nicht verbieten, weil er seine Freunde braucht. Aber ich habe Angst.

Ich hoffe, sie bestätigt sich nicht.

Mit all diesen Gedanken gehe ich in die neue Woche und hoffe, ihr konntet heute das Wetter genießen, so wie wir.

Eure

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