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Wie recherchierst du?

Recherche. Ein wirklich gutes Thema und eine wichtige Frage.

Für mich ist die Antwort ganz einfach: Recherche ist ein wichtiger Bestandteil meines Schreibens. Es gehört für mich einfach dazu, auch wenn ich manchmal dabei vielleicht nicht die Reihenfolge einhalte, die man eigentlich beim Schreiben hat.

Wenn man sie denn hat. Denn wie man beim Schreiben vorgeht, ist ja letztlich Sache von jeder/m Autor:in selbst und das ist auch gut so.

Aber wie recherchiere ich denn nun? Diese Frage hat Justine Pust am heutigen #autor:innensonntag aufgebracht und ich habe schon ganz viele tolle Beiträge dazu auf Twitter und Instagram gelesen.

Meine Bücher spielen in den USA und natürlich nutze ich jede Gelegenheit vor Ort zu recherchieren. Ich liebe es, Ortschaften anzuschauen oder Städte, durch die ich dann zu Hause meine Figuren streifen lasse. Dann gestalte ich Häuser um, die ich auf den Reisen fotografiert habe und erinnere mich an Gerüche, den Geschmack, das Aussehen, Gedanken, den Sand zwischen meinen Fingern oder die Geräusche in den Wäldern, die wir besucht haben. Mir hilft es sehr, vor Ort gewesen zu sein.

In der Pandemie natürlich nicht möglich. Da muss ich auf Fotografien und Erinnerungen zurückgreifen. Aber natürlich hilft auch das Internet sehr. Google-Maps Reisen sind manchmal auch sehr spannend, wenn man Szenen am Straßenrand entdeckt, von den Menschen, die einfach so gefilmt worden sind und es hilft, Wegstrecken noch einmal ins Gedächtnis zu rufen oder auch neu kennenzulernen.

Das Internet ist ohnehin reich an Unterstützung. Es gibt so viel nützliches darin und ich möchte manchmal gar nicht wissen, was irgendwer zu meinen Suchanfragen denken würde. Aber so geht es mit Sicherheit allen Autor:innen auf dieser Welt.

Ansonsten und auf keinen Fall wegzudenken: Menschen. Expert:innen, die auf bestimmten Gebieten einfach perfekt für die Recherche sind. Und dabei lernt man meistens selbst auch noch so viel mehr, als nur die Teile, die es dann letztlich wirklich in ein Buch schaffen. Ich bin so dankbar, für alle, mit denen ich Gespräche führen durfte. Sei es zum Thema Drogen oder über Musik und was ich sonst noch alles auf meiner Liste habe.

Unvergesslich ist für mich natürlich die Backstage-Bandrecherche. So was wird mir wohl im Leben eher nicht mehr widerfahren. Es war toll und füllt damit auch einen wertvollen Teil meiner eigenen Erinnerungen.

Natürlich ist Recherche auch anstrengend, vor allem dann, wenn man nicht wirklich vorankommt, aber hauptsächlich macht sie viel Spaß. Ich muss nur immer aufpassen, dass ich mich nicht in den Themen verliere und am Ende sehr viel Zeit mit Dingen verbringe, die ich gar nicht hätte wissen müssen.

Rockt euren Tag

eure

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