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Mein schönstes Messeerlebnis

Justine möchte gern am heutigen #autor_innensonntag wissen, was mein schönstes Messeerlebnis (Buchmesse) war.

Wer mich länger kennt, weiß, dass ich introvertiert bin und im persönlichen Kennenlernen von neuen Menschen zurückhaltend. Es kostet mich viel Kraft und fällt mir online wesentlich leichter, mich zu öffnen. Auch sind Menschenansammlungen in hoher Anzahl für mich eine Hürde, die ich meist nur dann meistere, wenn es um Konzerte geht. Denn ohne die kann ich einfach nicht.

Buchmessen mit ihren Menschenmassen sind daher schwer für mich zu handhaben. Nun lebe ich im Rhein-Main-Gebiet. Ein Traum für alle, die gern auf die Buchmesse in Frankfurt gehen und doch habe ich sie in meinem Leben erst einmal besucht. 2019. Als ich Freie Lektorin geworden war und zum einen Kolleginnen aus dem Kurs treffen wollte, aber auch einfach in die Welt hineinschnuppern wollte.

Ganz alleine habe ich mich aufgemacht. Auch etwas, was mir sonst nicht so leicht fällt. Und es war voll. Zu voll. Furchtbar. So sehr ich es genossen habe, die tollen Bücher zu sehen, die Kollegin zu treffen und dann auch noch Autor:innen aus einem Workshop den ich zu dieser Zeit besucht habe, so ermüdend war das alles für mich und am Ende war ich froh, als ich nach Hause fahren konnte.

Schön war es trotzdem. So viel Input und liebe Menschen. Ich habe mir einiges angesehen und war verblüfft, wie viele Bücher man an einem Tag auf einer Messe kaufen kann. Mir wäre es ja zu anstrengend, die alle mit mir rumzutragen. Aber vielleicht gibt es da Tricks, die ich nicht kenne. Bin ja ein Neuling.

Messen werden wohl nie mein Favorit werden, wenn ich persönlich hin muss, auch wenn ich weiß, dass ich dort auch viele liebe Menschen wiedertreffen kann.

Persönliche Netzwerke sind eben doch mehr wert, als online. Aber für mich ist es ein Kraftakt und wird es auch immer bleiben. Ob ich es jedes Mal schaffe, diese Hürde zu überwinden, weiß ich nicht. Wenn ich über einen langen Zeitraum mit zu vielen Menschen an einem Ort sein muss, geht es mir Tage danach noch schlecht und das hat nichts mit den Menschen zu tun, sondern eben einfach mit der Geballtheit. Der Enge, dem Lärm.

Die Onlinebuchmesse kam mir da schon sehr gelegen. Auch wenn am Ende meine Finger rauchten vom vielen Instagram.

Dennoch: Für die Buchwelt sind Messen ein Schatz und werden es immer bleiben.

Eure

 

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