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✍️ Ich nehme euch mit – über Überarbeiten, Ehrlichkeit und alte Geschichten

Heute haben wir Donnerstag … nicht der Tag an dem ich meine Blogposts normalerweise einstelle, aber es zeigt mal wieder, wie inkonsistent ich bin oder? 

Nachdem es jetzt so gut lief. Well, well. Aber das neue Jahr ist gerade mal acht Tage alt und ich bin müde. Sehr müde …

Aber darum soll es nicht gehen. Wenn ihr meinen Newsletter abonniert habt, dann habt ihr es sicherlich dort schon gelesen:

Ja, ich arbeite an neuen Geschichten. Aber 2026 ist kein Projektplan, auch wenn ich unfassbar viele Ideen habe – und mal wieder nicht weiß, wann das alles stattfinden soll. Es ist auch kein Update und schon gar kein „Neues Jahr, neues Ich“. Auch wenn man das denken könnte, weil ich in 2025 so lange nicht sichtbar war.

Nein, es ist wie eine Bewegung. In mir. Die schon lange da war.

Ich habe mich entschieden, meine bisherigen Bücher zu überarbeiten. Und ich fange mit Flash Fame Band 1 an. 

Nicht, weil ich sie alle so furchtbar schlecht finde. Sondern weil ich mein Cursed Instant Universum vergrößere und sie nicht mehr ganz das sind, was ich vielleicht heute schreiben würde. 

Es gibt ein paar Dinge, die mich stören. Vor allem zwischen den Reihen Flash Fame und Useless Fame. Zeitfehler in der Timeline. 

Und dann gibt es da die Figuren. Elijah – ich liebe den Kerl, auch wenn ich weiß, dass er bei denen, die die Bücher gelesen haben, umstritten ist. Weil er extrem toxisch ist in Band 1. Aus unterschiedlichen Gründen und es war nie ein Versehen. Es war immer so gedacht. Diese Toxizität wird nicht verschwinden. Denn sie ist auch beeinflusst von den Drogen, dem Ego durch den Erfolg, den Umständen in seinem Leben, die er nicht verarbeitet hat. Die reihe Flash Fame zeigt seine Wandlung. 

Aber seine Toxizität braucht Kontext und Konsequenzen, die es zwar am Ende gibt, aber reicht das? 

Vielleicht auch eher Begrenzung. 

Und da kommt Sara ins Spiel. 

Es ist kein Geheimnis. Sie hat viel von mir. Ich bin ein People-Pleaser, Nein-Sagen ist eine meine Schwächen (nicht ausnutzen, bitte).

Sara ist in Flash Fame oft still, weil sie auch aufgrund ihrer kalten Kindheit einfach nur gemocht, geliebt werden will. Sie nimmt unfassbar viel hin und ist passiv. Reagiert nur. 

Damals dachte ich: Ja, das passt. 

Heute denke ich: Nein. Das war bequem. Nicht für sie, sondern vor allem für mich. Und ich finde, sie muss schon in Flash Fame 1 eine Entwicklung durchmachen, nicht nur auf den letzten drei Seiten. Und eine stärkere Sara bedeutet ja nicht, dass sie rumschreit oder ausfallend wird – sie muss nicht lauter werden. Sondern eine innere Bewegung haben. Entscheidungen bekommen und Reibungen. Ja, und manchmal eben auch: Krallen, wenn es nötig ist. 

Daher bedeutet Überarbeitung nicht, alles neu zu machen. Sondern genauer hinzusehen und ehrlicher zu werden. So kann ich Szenen, die ich früher vielleicht verteidigt hätte, heute auch loslassen.

Denn eins ist auch klar: Ich habe ein Problem damit, mich kurz zu fassen. Daher kürze ich auch – nicht, weil die Worte schlecht sind, sondern weil sie der Geschichte im Weg stehen. Und Länge nun mal absolut nichts über die Tiefe einer Geschichte aussagen. Figuren brauchen Raum, auf jeden Fall. Aber nicht Erklärungen. 

Schon bevor ich Flash Fame überarbeiten wollte, trug ich noch was mit mir rum. Nämlich die fünf Jahre, die Sara und Elijah sich nicht sehen zwischen Band 1 und Band 2. 

Deshalb habe ich im NovelNovember einen

neuen Roman zwischen den Zeilen geschrieben.

Weil ich mich immer gefragt habe: Was ist in der Zeit eigentlich passiert?

Gut, ich wusste es. Haargenau. Aber ich habe es nie aufgeschrieben. Was hat Sara erlebt? Wie kam sie eigentlich mit David zusammen und warum fiel sie nach der Affäre mit Elijah wieder in so eine toxische, ja sogar gefährliche, Beziehung?

Der Roman ist fertig. Zumindest der erste Draft. Er ruht und wird das wohl auch noch bis Februar. Dann werde ich die erste Überarbeitung beginnen, bevor das Lektorat wartet. 

Es ist ein Experiment. Es zeigt beide. Sara und Elijah. Aber der Roman ist in der Perspektive näher an Sara, während ich die Schreibperspektive aus den Flash Fame Romanen bei Elijah beibehalten habe. So wird es intimer, wenn es um Sara geht.

Ob die Geschichte Leser:innen findet? Ich habe keine Ahnung. Aber sie war in mir und wollte geschrieben werden. 

Es wird wohl einige Zeit dauern, bis ich alles überarbeitet habe, dann kommt ja noch die Zeit der Korrektur, des Covers etc. und dann irgendwann kommt das „neue“ Buch raus. 

Ich will euch zeigen, welche Entscheidungen ich treffen, welche Szenen vielleicht gehen, was neu ist, was bleibt. Und warum es vielleicht manchmal länger dauert, als man denkt.

Seid ihr dabei, meine Rockeronies? 

Ich freue mich auf die Reise mit euch 🖤

Eure

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