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    Zwischen Buchmesse, Baustelle und neuen Geschichten

    Ich habe das Wochenende überlebt. Das ist zunächst einmal die wichtigste Information. 😂 Am Samstag war ich auf der Klischee-Buchmesse in Darmstadt. Ich war da. Meine Bücher waren da. Kassia war da. Ganz liebe Mitaussteller:innen waren da. Menschen waren da. Viele Menschen! 1750, um genau zu sein. Und mein Kartenlesegerät hat tatsächlich funktioniert. Mehr erzähle ich euch heute noch nicht. Denn erstens muss ich das alles selbst noch ein bisschen sortieren und zweitens gibt es da ein paar Menschen, die jeden Samstag eine Mail von mir bekommen – und die dürfen den ausführlichen Messebericht zuerst lesen. 🖤 Nur so viel: Es war ein besonderer Tag und ich habe einiges daraus mitgenommen.…

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    Warum sich ein Buch erst real anfühlt, wenn ich es in der Hand halte

    Eigentlich ist das absurd. Ich verbringe Monate mit einem Buch. Manchmal Jahre. Ich schreibe Zehntausende Wörter. Ich lösche welche. Schreibe sie neu. Verschiebe Szenen. Diskutiere mit Figuren, die selbstverständlich nicht antworten, oder zumindest nicht auf eine Art, die ich außerhalb meines Autorinnenlebens öffentlich zugeben würde. Ich überarbeite. Ich lektoriere, bzw. treibe Lektor:innen mit meinen Büchern in den Wahnsinn. Ich korrigiere. Ich fluche über Buchsatz, wobei das mit Vellum auch besser geworden ist. Ich starre Cover an. Diskutiere mit der Designerin. Ich exportiere Dateien mit Namen wie: FINAL_final_JETZTaberwirklich_final_v7.pdf  Das ist kein Witz und trotzdem passiert etwas Merkwürdiges: Solange ein Buch nur auf meinem Bildschirm existiert, fühlt es sich für mich nie…

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    Warum Überarbeiten manchmal schwieriger ist als Schreiben

    Hier war es eine Weile ziemlich still. Also auf dem Blog. In meinem Leben und auf meinem Schreibtisch eher nicht. Und weil inzwischen so viel passiert ist, dass ich selbst kurz überlegen muss, wo ich eigentlich anfangen soll, gibt es erst einmal die Kurzfassung: Rules Were Never Enough ist erschienen. 🖤 Ja. Wirklich. Grayson und Julian sind draußen in der Welt seit dem 26. August. Nach all den Monaten, in denen ich geschrieben, überarbeitet, gezweifelt, mich in diese beiden verliebt, sie verflucht und vermutlich drölfzigtausendmal einzelne Szenen angefasst habe, könnt ihr ihre Geschichte jetzt tatsächlich lesen. Und ich weiß noch nicht so richtig, ob mein Kopf das schon verstanden hat.…

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    Wenn Figuren anfangen mit dir zu leben

    „Lebst du eigentlich nur noch in deinen Geschichten?“ Diese Frage habe ich tatsächlich schon ein paar Mal gehört. Und die ehrliche Antwort lautet: Nicht nur. Aber ein bisschen schon. Wer noch nie einen Roman geschrieben hat, stellt sich das Schreiben oft so vor: Man setzt sich an den Schreibtisch. Man schreibt. Man klappt den Laptop wieder zu. Und dann geht das normale Leben weiter. So funktioniert es bei mir allerdings nicht, denn Geschichten haben keine Bürozeiten und meine Figuren halten sich leider nicht an Öffnungszeiten. Sie melden sich nicht höflich an und sie fragen nicht: „Hast du gerade Zeit?“ Sie tauchen einfach auf. Beim Autofahren. Unter der Dusche. Im Supermarkt.…

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    Warum wir unsere eigenen Erfolge oft zu spät bemerken

    Vor ein paar Tagen saß ich in meiner Graduierungsfeier. Eigentlich ziemlich müde, denn die Woche war voll gewesen.Die Kamera war aus, weil ich auch so aussah, als wäre die Woche lang gewesen und ich hatte keine besonderen Erwartungen. Ich wollte einfach nur dabei sein, als wäre das – Monate nach meiner Bacheorarbeit – eben einfach noch der offizielle Abschluss. Und dann wurde mein Name aufgerufen und ich habe den Best Thesis Award gewonnen. In den Tagen danach habe ich oft darüber nachgedacht, warum sich manche Erfolge so seltsam anfühlen. Nicht schlecht, auf keinen Fall, aber irgendwie unwirklich. Vielleicht liegt es daran, dass wir den Weg kennen, die Zweifel, die langen…

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    Warum gute Lektorate manchmal weh tun

    Und warum das wichtig ist. Ich habe diese Woche ein Manuskript abgeschlossen. Also … fast. Denn wer schon einmal ein Buch geschrieben hat, weiß: „Abgeschlossen“ ist ein sehr flexibler Begriff. Und Julian würde wahrscheinlich sagen: Das müssen wir noch einmal genauer betrachten, denn eigentlich bedeutet es meistens: Für diese Runde abgeschlossen. Oder für diesen Moment, bis die nächste Person draufschaut. Vor kurzem kam Grayson & Julian Band 1 aus dem Lektorat zurück. Und ich habe gelacht. Wirklich. Okay, nicht immer sofort, manchmal auch erst nach einer kurzen Phase des Leidens.😄 Aber ich habe gelacht, denn gute Lektor:innen haben eine besondere Fähigkeit: Sie finden genau die Stellen, an denen man selbst blind geworden ist.…

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    Warum ich meine eigenen Bücher noch einmal neu erzähle

    Die Frage wird mir natürlich immer mal wieder gestellt. Warum überarbeitest du alle Bücher – bis auf eines, okay – die doch schon veröffentlich sind?  Und die ehrliche Antwort darauf lautet: Weil ich es kann.  Nein Spaß. Das kann ich natürlich nur, weil ich Selfpublisherin bin.  In Wahrheit tue ich es, weil ich zum einen eine andere Autorin bin und weil mein Universum mit Grayson einen anderen Bogen bekommen hat, den ich auch gern darin erzählen möchte.  Und ja, Geschichten wachsen natürlich auch mit uns und ich merke sehr deutlich, weil ich ja noch nicht alle Geschichten von den Musikern geschrieben habe, dass es nicht mehr passt, was ich da…

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    Wenn eine Geschichte plötzlich wieder atmet

    Es gibt diesen Moment beim Überarbeiten, den ich so oft vergesse. Dabei ist er eigentlich der schönste Teil bei all der Arbeit.    🖤 Wenn aus „fertig“ mit dem Manuskript ein „echt“ wird.  Ich habe in der letzten Woche die Überarbeitung von Flash Fame abgeschlossen. Okay, fast, weil ich immer noch nicht wirklich loslassen kann. Der Buchsatz steht noch bevor und da werde ich die letzte, endgültige Runde drehen.  Ich habe ein neues Programm ausprobiert und was soll ich sagen? Ich habe es geliebt den Buchsatz mit dem freien Programm für Selfpublisher zu machen, weil man unfassbare Möglichkeiten zur Gestaltung hat. Ich wurde aber zu pedantisch dadurch und das neue…

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    Warum ich selbst nach der zehnten Überarbeitung noch unsicher bin

    Eigentlich müsste ich inzwischen Sicherheit empfinden. Wirklich. Ich kenne diese Geschichte in- und auswendig.Ich habe sie geschrieben und überarbeitet, neu aufgebaut und Kapitel verschoben. Szenen gestrichen und Neue eingefügt. Und trotzdem sitze ich manchmal vor dem Manuskript und denke: Ist das überhaupt gut? 🖤 Das Seltsame am Überarbeiten? Ich glaube, viele stellen sich Überarbeitungen so vor: Man nimmt einen fertigen Text, macht ihn ein bisschen hübscher, korrigiert Fehler und dann ist irgendwann alles perfekt. Aber so fühlt es sich nicht an. Zumindest nicht für mich. Es fühlt sich eher an wie: Immer tiefer graben. ✍️ Wenn man plötzlich alles sieht Je länger ich an einer Geschichte arbeite, desto mehr sehe ich. Nicht nur…

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    Ugh – es gibt solche Wochen, oder?

    Manchmal passt alles zusammen und manchmal irgendwie gar nicht. So war das Wochenende und noch viel schlimmer. Anstatt mit meiner Überarbeitung des zweiten Bandes von Grayson und Julian weiter zu kommen, hat mich Migräne überfallen. Wobei ich immer sage, ich weiß gar nicht, ob das Migräne ist. Ich habe diese Art von Kopfschmerzen super selten – wenn ich Pech habe zweimal im Jahr. Da helfen keine Medikamente und eigentlich will ich nur liegen. Übelkeit bekomme ich oft erst, wenn die Kopfschmerzen endlich abebben. Samstagmittag ging es los. Herrlich. Nicht. Dabei hatte ich ein richtig volles Wochenende. Wir haben uns jeden Tag mit lieben Menschen getroffen, was schön war, aber die…

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