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Wenn eine Geschichte plötzlich wieder atmet

Es gibt diesen Moment beim Überarbeiten, den ich so oft vergesse. Dabei ist er eigentlich der schönste Teil bei all der Arbeit. 

 

🖤 Wenn aus „fertig“ mit dem Manuskript ein „echt“ wird. 

Ich habe in der letzten Woche die Überarbeitung von Flash Fame abgeschlossen. Okay, fast, weil ich immer noch nicht wirklich loslassen kann. Der Buchsatz steht noch bevor und da werde ich die letzte, endgültige Runde drehen. 

Ich habe ein neues Programm ausprobiert und was soll ich sagen? Ich habe es geliebt den Buchsatz mit dem freien Programm für Selfpublisher zu machen, weil man unfassbare Möglichkeiten zur Gestaltung hat. Ich wurde aber zu pedantisch dadurch und das neue Programm geht ein wenig fixer und ich muss mich etwas einschränken. Aber ich glaube, das tut mir auch ganz gut. 

Jetzt müssen Entscheidungen her.

Wo lasse ich das Buch publizieren? Bleibe ich, wo ich bin? Oder kaufe ich mich aus dem Vertrag früher raus und versuche was neues? 

Der neue Titel steht schon fest, aber psst. Außerdem muss ich überlegen, ob ich ein neues Cover brauche und wie es aussehen soll. Das werde ich demnächst mal bei meinen Rockeronies abfragen. Ich mag das bisherige, aber: Ich habe das Gefühl, viele Käufer:innen denken, dass es Dark Romance ist und no, no, ist es nicht. Na ja, nicht direkt.

Ich könnte es auch als Dark Contemporary Rockstarromance vermarkten. Aber was mir besser gefällt ist:

Emotional Contemporary Rockstarromance. 

Und vielleicht ist ein schwarzes Cover dafür einfach nicht mehr gemacht? Ich weiß es nicht.

Es gibt also noch einiges, was ich an Entscheidungen treffen muss. Und es fühlt sich trotzdem schon so an, als hätte ich etwas abgeschlossen, was mich schon soooo lange begleitet. Mehr als nur diese Wochen an Überarbeitung. 

✍️ Alte Geschichten verändern sich mit uns

Das Verrückte an alten Projekten ist: Man denkt immer, man würde nur den Text verändern.  Ein paar Szenen verbessern. Dialoge glätten. Hier und da etwas ergänzen, aber in Wahrheit verändert man auch den Blick auf die Geschichte und auf sich selbst. 

Flash Fame ist auch nicht mehr dieselbe Geschichte, auch wenn der Kern geblieben ist. Sara. Elijah. Das Chaos zwischen ihnen. Aber vieles fühlt sich inzwischen ehrlicher an, denn Sara ist stärker geworden und ich finde, klarer. Weniger wie jemand, der einfach zulässt, dass ihr etwas passiert. 

Und Elijah? Er ist schwieriger geworden und das war nicht mal absichtlich der Fall. Ich glaube, ich habe einfach nur verstanden, wie unglaublich jung er noch ist. Und wie verloren und egoistisch und wie wenig Kontrolle er über sich hat in Band 1. 

Natürlich macht es das auf keinen Fall leichter, ihn zu lieben – auch wenn ich das immer noch tue, sehr sogar – aber es macht ihn echter und seinen Fall tiefer.

🌱 Figuren dürfen wachsen

Während der Überarbeitung sind außerdem Dinge passiert, die ich nie geplant hatte. Durch das Schreiben von Julian und Grayson, sind neue Figuren sehr wichtig geworden und Verbindungen tiefer, was Nebenhandlungen noch mal größer macht.

Und plötzlich war da dieses Gefühl: Diese Welt lebt weiter.

Nicht nur in einem Buch, sondern darüber hinaus.

Die nächsten Schritte sind jetzt wichtig und machen mir auch ein bisschen Angst. Weil ich die Geschichte danach loslassen muss und ich nicht weiß, ob sie noch geliebt werden kann. Ich tue es. Mehr als je zuvor.

Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man sie loslassen muss, auch wenn man weiterhin noch tausend Dinge ändern könnte. Ich schätze, das kann ich für immer.

Vielleicht ist das aber auch genau das Schreiben. Es ist nicht die Perfektion, sondern das man irgendweann sagt: Jetzt ist es soweit. Jetzt darf sie atmen und ich glaube, das ist genau der Punkt, an dem ich gerade stehe.

🖤 Eure

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