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Adventskalender Türchen 12

Lila

12.12.2025

Ich stehe in der Küche und schaue aus dem Fenster. Der Tag ist auch gegen Mittag noch grau, und ich schätze, er wird nicht viel freundlicher werden. Irgendwie hat der Winter gerade vergessen, dass er noch Arbeit hat. Es ist nicht wirklich warm, aber auch nicht kalt. So ein unbequemes Dazwischen, das ich auch aus New York kenne. Man weiß nicht, ob man eine Mütze braucht, und schon gar nicht, ob man sich im Wintermantel nicht zu Tode schwitzt.

Ich nippe an meinem Kaffee, als meine Mom in die Küche kommt.

»Du gehst heute an den Bastelstand«, verkündet sie.

»Dir auch einen guten Morgen«, murmele ich. »Und seit wann gibt es einen Bastelstand?«

»Die suchen immer noch Freiwillige, und du bist perfekt«, sagt sie, völlig unbeeindruckt von meinem Ton. »Den Bastelstand gibt es immer schon freitags. Dein Dad und ich müssen noch die neue Lieferung entgegennehmen. Deshalb gehst du und glitzerst ein bisschen mit den Kindern, ja?«

Es ist keine Frage. Es ist eine … freundliche Empfehlung? Wahrscheinlich nicht mal das. Ich seufze und mein Dad hält mir kommentarlos seine Lieblingsthermoskanne hin.

»Mit Marshmallows. Extra.«

»Verräter«, raune ich ihm zu, damit meine Mom es nicht hört. Er grinst und zwinkert mir zu.

 

Kurze Zeit später stehe ich auf dem Platz des Winterlights Festivals und habe keine Ahnung, wo ich hin muss. Die Hütten sind alle geschlossen, aber dann höre ich Kinderlachen und folge dem Geräusch, bis ich am Rand des Platzes eine halb offene Hütte entdecke. Und mich unwillkürlich frage, wieso ich sie vorher nie entdeckt habe. Man sieht alles von hier: den Weihnachtsbaum, den matschigen Boden, all die Hütten und mitten drin eine Horde Kinder.

Sterne und Wünsche – Basteln für Kids steht über dem Eingang.

Großartig. Ich atme noch einmal tief durch, umfasse meine Thermoskanne mit beiden Händen und betrete den Stand.

Sofort stürzt eine junge Frau auf mich zu, ihr Mantel, ihr Gesicht und sogar ihre Haare, sind voller Glitzer.

»Lila? Vivians Tochter?«

»Ja?« Ich weiß, es klingt wie eine Frage, und ich überlege, ob ich nicht etwas anderes hätte sagen sollen.

»Thank God!« Sie zieht mich in eine Umarmung. »Ich bin Hannah. Ich habe den Bastelstand heute eröffnet und irgendwie sind schon heute Morgen so viele Kids hier … und wenn noch eins zu mir sagt: ›Kannst du mir das hier ausschneiden?‹ oder ›Bekomme ich noch mehr Glitzer?‹, dann setze ich mich in einen der leeren Kartons und lasse mich auf eine einsame Insel verschiffen.«

Ich lache und folge ihr zu einem der Basteltische.

»Dann rette ich dich wohl.«

»Jap, du bist mein Rettungsanker – oder Engel, ganz wie du magst.« Sie drückt mir eine Schere, goldenes Papier und eine Schale mit Sternen in die Hand. »Wir machen gerade Wunschsterne. Du erklärst ihnen einfach, wie sie falten. Ich hole dann die Klebestifte und den Glitzer. Am Ende siehst du aus wie ich und wenn du Pech hast, klebst du noch irgendwo fest.«

Sie schiebt sich an ein paar Kindern vorbei und ich sehe mich mit einer Gruppe Mädchen konfrontiert, die mich neugierig anstarren.

Sie halten mir alle gleichzeitig ihre Blätter hin.

»Kannst du uns zeigen, wie man die Sterne macht?«, fragt eines mit Schneeflocken-Haarspangen. »Wir wollen aber auch viel Glitzer.«

»Am liebsten Rosa!«

Sie reden alle durcheinander und ich schaffe es, sie zum Schweigen zu bringen, als ich mich an den Tisch setze.

»Ja, ich zeige euch, wie man einen Stern faltet, aber, dafür verratet ihr mir, heimlich, was ihr euch wünscht, okay?«

Ein Junge kommt dazu, der auf seinem Stern schon so viel Glitzer verteilt hat, dass man das goldene Papier nicht mal mehr durchschimmern sieht.

»Ich wünsche mir einen Hund. Das habe ich in den ersten Stern geschrieben. Jetzt muss ich noch einen zweiten machen, weil ich mir auch Schnee wünsche. Gaaanz viel Schnee.«

»O ja, Schnee!«, ruft ein Mädchen und weitere Kinder nicken.

»Ihr mögt wohl Schnee, habe ich recht?«

»Natürlich! Das hier ist doch auch das Winterfestival und nicht das Matschfestival.«

Das Mädchen stemmt die Hände in die Hüften – bestimmt hat sie sich das von ihrer Mom abgeschaut. Ich lächle. Wie recht sie haben. Schnee wäre wirklich nicht schlecht. Mir geht das matschige Braun und das trübe Wetter auch gehörig auf den Keks.

Die Kinder setzen sich zu mir und wir basteln. Es entsteht diese Stille, die so aufgeladen ist mit Kreativität und Eifer. Die Kinder schneiden, kleben, ich helfe, wo ich kann. Ich sehe gerötete Wangen und Zungen, die leicht aus dem Mund geschoben sind.

Es dauert nicht lange, bis ich Kleber an den Händen habe, Papierreste in den Haaren, aber am schlimmsten ist es mit dem Glitzer. Er wirbelt in allen Regenbogenfarben durch die Luft, fällt wie Staub auf mich hinab, und ich habe das Gefühl, eine Fee zu sein. Außerdem kenne ich so viele Kinderwünsche, dass ich gern selbst noch mal Kind wäre.

»Lila?«, fragt ein Mädchen, das sich gerade erst zu uns gesetzt hat. Ich habe jetzt auch begriffen, warum so viele Kinder schon hier sind. Schulklassen besuchen den Bastelstand immer gern kurz vor Weihnachten. Die Lehrerinnen haben sich auch an die Tische gesetzt und basteln mit. »Was wünschst du dir denn?«

Sie zeigt auf den Stern, der vor mir liegt. Ich hatte ihn eigentlich für einen Jungen gemacht, der aber einfach verschwunden ist. Nicht alle finden das hier so großartig.

Was wünsche ich mir?

So viele Dinge gehen mir durch den Kopf.

Dass ich gern die Zeit vor meinem Unfall zurückdrehen würde – damit er nicht passiert. Aber … etwas in meinem Magen rumort. Nein. Tucker kommt mir in den Sinn. Es gäbe so viele Antworten. Keine davon ist leicht zu erklären. Ich setze ein Lächeln auf und sage: »Schnee. Ich wünsche mir Schnee.«

Eine sichere Antwort und für Kinder besser zu verstehen als all das gedankliche Chaos in meinem Kopf.

»Dann musst du es reinschreiben in den Stern«, sagt das Mädchen, während die anderen sich freuen und mir sagen, wenn ich mir Schnee wünsche, dann wird es sicherlich erfüllt werden.

Ich hebe eine Augenbraue und denke daran, wie es war, als ich noch ein Kind war. Ich habe mir schon im Oktober Schnee gewünscht und jedes Mal wurde der Wunsch erhört. Aber in Montana wurde mein Wunsch schnell zu einem Schneesturm. Ich helfe den Kindern, ihre Sterne an einer Leine aufzuhängen, die quer durch die Hütte gespannt ist. Dabei sehe ich nach draußen. Es dämmert schon. Ich habe wirklich den ganzen Tag hier verbracht und nicht einmal bemerkt, wie die Zeit vergangen ist.

Die Lichterketten leuchten vereinzelt an den Hütten, sehen aus wie goldene Fäden in der Luft. Aber alles drumherum ist ein einziges Matschfeld.

Es fehlt etwas. Eine dicke Schicht Weiß. Das weiche Polster, das hier so zu Weihnachten gehört, wie nichts anderes.

»Lila?«

Ich lasse einen Stern fallen, als ich die Stimme neben der Hütte höre. Als ich ihn wieder aufgehoben habe und aufsehe, steht Tucker neben der Hütte. Angelehnt an einen Pfosten und in einer Hand einen Kaffeebecher.

Heute sieht er nicht aus, als wäre er zum Arbeiten hier. Seine Winterjacke steht ihm … lässt ihn weicher wirken.

»Hey.«

Er sieht an mir vorbei zu den Kindern. Sie versuchen gerade, noch mehr Glitzer auf die Sterne zu geben, und dabei landet mehr auf ihnen, als auf den Basteleien.

»Du glitzerst.«

Ich sehe an mir herunter. Mein schwarzer Pullover ist übersät mit allen möglichen Farben von Glitzer. »Ja, ich bin so was wie ein Einhorn geworden. Das kommt davon, wenn man mit Kindern ihre Wünsche bastelt.«

Tucker lacht und mir fährt Wärme in den Magen. Wie sehr habe ich es vermisst, ihn lachen zu hören.

»Ich wusste nicht, dass du zum Basteln von Wunschsternen eingeteilt worden bist.«

»Ich auch nicht, bis heute Morgen. Meine Mom hat bei allem ihre Finger im Spiel.« Ich sehe zu Boden. »Ich glaube, sie versucht alles, damit ich abgelenkt bin und aus dem Haus komme.«

»Sehr weise von deiner Mom.« Tucker lächelt und ich kann nicht anders, als es zu erwidern. »Was wünschst du dir heute, Lila?«

»Ich glaube, ich bin ziemlich einfallslos. Ich habe mir noch einmal Schnee gewünscht.«

Tucker hebt eine Augenbraue. »Du lebst gefährlich, Lila. Du weißt, zu viele Wünsche nach Schnee enden hier gern mal in einer Apokalypse.«

Ich nicke. Erinnere mich an die letzten Jahre, in denen meine Eltern es manchmal fast nicht zu mir nach New York über die Feiertage geschafft hätten, weil so viel Schnee gefallen ist.

»Vielleicht habe ich ja Glück und der Schnee hat Erbarmen. Kommt nur in einer feinen Schicht, sodass es einfach aussieht, als läge überall Puderzucker?«

»Ich glaube, das entspricht nicht seiner Persönlichkeit«, meint Tucker trocken, und ich lache.

»Ja, da könntest du recht haben.«

»Lila!« Eines der Kinder ruft mich: Sein Stern klebt halb an einem von dem eines anderen Kindes und an ihm fest.

Ich löse die Finger, rette den Stern und trockne Tränen, ein kleines Drama aufgelöst.

Als ich wieder aufsehe, ist Tucker noch da. Er hat auf mich gewartet und mir wird warm.

Die Kinder brechen auf und Hannah und ich beginnen aufzuräumen. Tucker schnappt sich einen der bereits gebastelten, aber noch nicht fertigen Sterne,

»Darf ich?«

»Klar, jeder darf hier seinen Wunschstern basteln.«

Er schenkt mir ein Lächeln, dann nimmt er sich einen der Stifte und überlegt einen Moment. Tucker sieht zwischen mir und dem Stern hin und her, bis er schließlich die Kappe abstreift und etwas in die Mitte des Sterns schreibt. Mit ruhiger Hand und ohne Eile.

Dann faltet der den Stern zusammen. Ordentlich. So wie ich es mir bei einem Handwerker immer vorstellen würde, der darauf achtet, dass alles präzise wird.

Kurz hält er ihn fest, als müsste er seinem Wunsch noch mehr Kraft mit auf den Weg geben. Er streckt seine Hand aus und hält mir den Stern entgegen.

»Für dich«, sagt er.

»Für mich?« Ich starre ihn an. »Du weißt, dass ich keine Wünsche erfüllen kann, oder?«

Kurz hebt er eine Augenbraue. »Wer weiß.«

Mein Herz stolpert bei seinen Worten und als ich den Stern aus seiner Hand entgegennehme, berühren sich unsere Finger. Kurz nur, den Hauch einer Sekunde, aber ich spüre die Wärme seiner Haut auf meiner.

Sachte, als könnte ich den Wunsch zerstören, entfalte ich den Stern wieder, den er Sekunden vorher gefaltet hat.

Seine Schrift ist noch so kantig, wie ich sie in Erinnerung habe.

Dass sie bleibt.

Drei Worte. So klar. Mit so viel Kraft, dass mir der Atem stockt. Habe ich es geahnt, dass er sich das wünschen könnte? Vielleicht. Es aber jetzt zu lesen … ich weiß nicht, was das mit mir macht.

»Tucker«, sage ich leise.

»Ich weiß«, unterbricht er mich und findet meinen Blick mit seinem. Seine Augen sagen noch so viel mehr als diese drei Worte. Angst, Verletzlichkeit, Hoffnung. Er offenbart sich mir. Ganz. Mit allem, was er hat, ohne es zu sagen. »Es tut mir leid, Lila. Es ist nur ein Wunsch, mehr nicht.«

Damit geht er rückwärts, tritt aus der Hütte nach draußen, und ich weiß nicht, ob ich ihn gehen lassen will.

»Komm heute Abend zu meinem Stand, wenn du nach dem hier noch Lust hast«, sagt er und lächelt schief. »Ich habe neue Ornamente gemacht, die ich dir gern zeigen würde. Falls du magst.«

Der Stern in meiner Hand ist mir so bewusst, als würde er meine Haut verbrennen.

»Ich komme«, sage ich mit fester Stimme. Es fühlt sich an, als wäre es ein Versprechen, und sein Lächeln ist so wunderschön, dass ich froh bin, es gesagt zu haben.

»Gut.«

Er schlendert über den Platz davon, und mehrmals habe ich das Gefühl, dass er sich gleich zu mir umdrehen wird. Doch er tut es nicht. Geht einfach weiter, als hätte er alle Zeit der Welt.

Und ich? Stehe hier mit seinem Stern und dem Gefühl, dass ich vielleicht den gleichen Wunsch habe wie Tucker. Dass ich hierbleibe.

 

Als ich am Abend wiederkomme, habe ich noch immer das Gefühl, dass ich überall Glitzer habe, obwohl ich mich unter der Dusche lange und ausgiebig geschrubbt habe. Trotzdem: Wenn ich auf meine Nase sehe, kann ich ein verräterisches Glitzern entdecken. Ich wische mit der Hand darüber, doch es ändert sich nichts. Also schüttele ich den Kopf und konzentriere mich auf das Wiedersehen mit Tucker.

Am Abend sieht der Festivalplatz gleich anders aus, auch wenn natürlich immer noch kein Schnee liegt.

Alles wirkt gemütlicher, wärmer.

Die Lichterketten kommen jetzt zu ihrem vollen Glanz, werfen goldene Kreise auf den Boden, die Menschen laufen entspannt zwischen den Hütten hin und her. Nehmen sich Zeit für Gespräche, als gäbe es nichts, was sie anderes zu tun hätten, als einfach hier zu sein. Ich schiebe meine Hand in meine Manteltasche und finde Tuckers Stern, den ich dorthin gesteckt habe.

Die Worte darin haben mich nicht losgelassen.

Dass sie bleibt.

Jedes Mal, wenn ich auch nur an die Worte denke, die Tucker auf den Stern geschrieben hat, flattert mein Magen, schlägt mein Herz schneller, und jetzt rast es regelrecht, weil ich Tuckers Stand sehen kann.

Er kann mich nicht sehen, weil er mit dem Rücken zu mir steht. Es sieht aus, als sortiert er etwas. Ich bleibe einen Moment stehen, neben mir sind noch einige Touristen, die sich die Ornamente ansehen, und beobachte ihn. Seine breiten Schultern – die hatte er so vor 10 Jahren auch noch nicht, aber die Art, wie er sich bewegt, ist mir so vertraut, dass es beinahe wehtut.

Ohne sich umzudrehen, räuspert er sich.

»Hör auf, mich zu beobachten, Lila.« Ein Lächeln in seiner Stimme. »Ich habe dich gesehen.«

»Woher wusstest du, dass ich da bin?« Ich lache leise, weil das so typisch für Tucker ist.

»Ich weiß immer, wenn du das bist.« Er dreht sich um, findet meinen Blick und wir schweigen. Als gäbe es nicht neben mir eine ältere Dame, die  jedes Ornament in die Hand nimmt, und hinter uns Kinder, die jauchzend über den Platz laufen. Gesprächsfetzen und Musik, die zu uns dringen. Gerade gibt es nur uns.

»Du bist gekommen«, sagt er schließlich.

»Hab ich doch versprochen.«

»Stimmt.« Er wendet sich ab, greift hinter sich in einen Korb und holt etwas heraus. Legt es mir hin. Neben all die kleinen Holzornamente. Die Engel, Glöckchen und Schneeflocken, von Hand geschnitzt, detailverliebt und perfekt unperfekt. Als wollte er vermeiden, die Natur zu übertrumpfen.

Es ist eine kleine Holzfigur, und als ich sie betrachte, sehe ich es sofort: Eine Tänzerin. In einer Pose, die ich sofort erkenne. Die Zuckerfee. Ein Bein angehoben, die Arme elegant ausgestreckt.

Meine Hand fliegt vor meinen Mund.

»Tucker!«

»Ich habe gedacht, dass du sie vielleicht mögen würdest. Weil du doch gerade nicht tanzen kannst. Dann hast du eine Erinnerung. Ganz egal, ob du wieder auf einer Bühne stehst oder nicht.«

»Du …« Mehr kann ich nicht sagen und meine Finger zittern, als ich die Figur hochhebe. Sie ist glatt, warm und perfekt.

»Wann hast du sie gemacht?«

»Ich konnte nicht schlafen.« Er zuckt mit den Schultern. »In den letzten Tagen. Nachts, in der Werkstatt.«

Ich mustere ihn, während meine Finger weiter über die Figur streichen.

»Wegen mir?« Ich muss diese Frage einfach stellen.

»Ja.« Tucker war immer ehrlich und er ist es auch jetzt. Egal, wie brutal es für mich sein mag, das zu hören.

Meine Augen füllen sich mit Tränen, die ich wegblinzele. Ich habe keine Worte. Keine Antwort. Stattdessen lege ich meine Hand auf seine. Sehe, wie er erstarrt, auf unsere Hände sieht, dann wieder zu mir.

»Danke«, flüstere ich. »Für alles, Tuck.«

Er dreht seine Hand, sodass seine Finger meine umschließen. Es fühlt sich vertraut an. Warm, sicher. Wie ein Ort, den man nie mehr verlassen will.

»Du musst mir nicht danken, Lila. Ich habe das gern gemacht.«

»Doch, das muss ich. Nach allem …«, ich stocke, »musst du das nicht für mich tun.«

Wir stehen einfach nur da. Als wäre da nicht die Theke der Hütte zwischen uns. So nah, dass ich seinen Atem fühlen kann.

»Ich kann dir nicht versprechen, dass ich weiß, wie lange ich bleiben werde.« Er nickt. »Ich weiß einfach nicht, was als Nächstes passieren wird. Aber ich will es herausfinden. Ich bin schon dabei, glaube ich.«

»Hier?«

Jetzt bin ich diejenige, die nickt. »Hier. Mindestens bis zum Weihnachtstag.«

»Dann haben wir ja noch 13 Tage.«

»Genau. Wir haben noch 13 Tage.«

Meine lieben Rockeronies. Halbzeit. Nun ja, so gut wie. Immerhin wird dieser Kalender 25 Tage haben. 

Schon gespannt auf die nächsten Türchen?

Dann bis morgen und rockt on!

Eure

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