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Was zur Hölle 2023?

Hier ist er. Mein Jahresrückblog/blick 2023.

Er ist roh, er ist wahr, er ist ich. Meine Gefühle, meine Gedanken. So wie Sophie ist …

Ich gebe zu, bei der Challenge habe ich gecheated. Die Postings waren alle on time, aber den Beitrag hier? Den schreibe ich heute from the scratch. Und eigentlich passt das auch genau so: Ich bin chaotisch und 2023 hat mich noch viel chaotischer werden lassen. Manchmal funktioniert das ganz gut, manchmal eher nicht.

Wenn ihr einen richtig tollen Jahresrückblick sehen wollt, müsst ihr mal bei Kassia L. Hill vorbeischauen.

Meine Ziele für 2023 und was ist daraus geworden?

Ich habe nicht mehr alle Ziele direkt vor Augen. Aber ich weiß, dass ich viele davon nicht erreicht habe. Mein Tattoo zum Beispiel. Fehlanzeige. Ich habe einfach keine Zeit, mich auf eine Idee festzulegen. Und ich weiß, dass nicht jeder damit einverstanden ist, dass ich mir eines stechen lassen möchte. Aber es ist ‚mein‘ Traum, mein Ding. Ich hoffe, dass ich 2024 endlich dazu komme. Ich werde ja auch nicht jünger, oder wie war das?

Andere Ziele sind in den Punkten weiter oben schon enthalten. Ich habe sie nicht erreicht. Ich habe kein Buch veröffentlicht, ich habe nicht mehr verdient mit der Nebentätigkeit. Mein Büro ist nicht fertig. Ich habe zu- statt abgenommen.

Wenn ich so drauf schaue, habe ich keines meiner Ziele erreicht und es macht mich recht traurig. Vor allem weil ich das Gefühl habe, mir läuft die Zeit davon. Das Leben ist endlich.

Ich weiß, ich mache mir den Druck selbst, aber in 2024 möchte ich mit babysteps arbeiten. Vielleicht ist das besser, als sich immer gleich das große Ganze vorzunehmen?

 

Und schon sind wir bei meinem ersten großen Thema 2023

Organisation und Timing

Werde ich es je wieder schaffen, dass ich mich nicht maßlos überfordert fühle?

Gestern hatte ich noch mal ein paar wirklich gute Gespräche mit Kolleginnen. Momentan arbeite ich in meinem Brotjob mehr, als ich es müsste. Ich habe tonnenweise Überstunden, ich habe Tage aus meiner Teilzeit getauscht. Einfach, weil so viel zu tun ist. Weil mein Team großartig ist und ich sie nicht enttäuschen will. Weil der Druck enorm ist.

Dazu mein Studium, die Nebentätigkeiten, die Weiterbildungen, der Umbau, meine Familie, die Schule der Kids und der Hund. Plus natürlich Haushalt. Es ist furchtbar viel und ich bin müde. Ich weiß, dass ich nicht die einzige da draußen bin, die so viel auf ihren Schultern trägt und es läuft ja auch alles mehr oder weniger. Den Kids geht es gut, ich bin da, wenn sei mich brauchen. Aber ich? Ich bin einfach erschöpft. Schnell genervt und gerade das Lernen mit dem Großen ist nicht einfach und braucht einfach mehr Zeit.

Zudem meine Eltern. Sie werden einfach alt. Bräuchten mich mehr als ich gerade geben kann.

In 2023 hat das alles irgendwann nur noch funktioniert, aber so soll es nicht sein, oder? Ich brauche in jedem Fall mehr Struktur für 2024 und ganz wichtig: Grenzen in meinem Brotjob! Ich arbeite nicht umsonst Teilzeit und bekomme auch nicht mehr Geld, wenn ich mich so kaputt mache.

Woran ich arbeiten will? Kennt ihr Getting Things Done? Eine Bibel, wenn man meine Kollegen fragt. Und ich habe mich da jetzt auch mal ran gewagt.

Vielleicht wird mein Jahresrückblick dann auch besser nächstes Jahr.

Selbstständigkeit

Die oberen Punkte haben in 2023 auch schnell dazu geführt, dass ich sehr stark merke, was ich eigentlich will:

Ich möchte mit meinem Schreiben, meinem Lektorat und allem, was ich drumherum dafür noch tue, selbstständig sein. Ich liebe meine Kollegen, ich habe gerade das beste Team auf der Arbeit, das man sich wünschen kann. Aber ich fühle mich zu fremdbestimmt. Und das hat im Laufe des Jahres mit dem noch stärker aufkommenden Stress und vor allem Druck, der aufgebaut wird, extrem zugenommen. Hat einen Punkt erreicht, den ich nicht mehr mittragen kann. Also was tun? Ich habe mir Hilfe geholt. Mirjam ist mit mir die einzelnen Punkte durchgegangen.

Sie hat mir auch noch mal sehr deutlich gemacht, wo es hakt. Was ich eigentlich möchte und wir haben Babysteps ausgearbeitet, wie ich das erreichen kann.

Der Plan sah vor, dass ich mehr Aufträge mit dem Lektorat generiere. Anfang 2023 sah das gut aus, aber dann ist echt viel weggebrochen, woran ich immer noch knabbere. Natürlich habe ich auch viele tolle Aufträge machen dürfen – jeder einzelne ist eine sehr große Freude für mich, weil ich es einfach liebe, mit Autorinnen und Autoren zusammen zu arbeiten. Und dann kam der enorme Druck im Brotjob, der mich einfach nicht mehr fokussieren ließ. Plus der Umbau des Hauses, um die Selbstständigkeit überhaupt weiterführen zu können, weil ich keinen Arbeitsplatz habe, an dem ich mich wirklich richtig einrichten kann. Der kostet neben Nerven vor allem eins: Geld. Und der Teufelskreis beginnt von vorne. Reduzierung im Brotjob nicht möglich, weil ich die finanzielle Sicherheit brauche. Aber ohne Reduzierung keine Zeit, mich wirklich auf das zu konzentrieren, was ich machen will. Die Zeit fehlte, um mich weiterhin auf den Plan zu fokussieren und schon zerbröstel alles in seine Einzelteile.

Auch das ist etwas, was ich in 2024 unbedingt wieder aufnehmen muss.

Genauso wie die Fortbildungen in dem Bereich. Lektorat und auch Autorin.

Dabei gab es 2023 einen Knick, weil ich plötzlich das Gefühl hatte, dass mir alles, was ich in dem Bereich mache, gar nicht weiterhilft. Das war frustrierend und führte letztlich dazu, dass ich auf Instagram nichts mehr gemacht habe.

Aufgabe für 2024: Follow your heart.

Gesundheit

Mein Jahr 2023 begann mit einer Coronainfektion. Der Ersten. Inzwischen bin ich leider ein zweites Mal erkrankt. Mein Pech zu Beginn des Jahres war, dass ich zuerst eine Grippe hatte und dann, eine Woche später, Corona bekam. Das hat mich arg gebeutelt, auch wenn der Corona-Infekt gefühlt weniger schlimm erst mal war, als die Grippe, bei der ich Fieber hatte und das volle Programm.

Corona holte mich einige Wochen später wieder ein. Ich dachte, ich kippe um beim Gassi, Herzrasen, Atemnot, ich habe nur noch geschlafen, wenn die Zeit es zuließ, was natürlich zu noch mehr Punkten führte, die ich nicht machen konnte.

Irgendwann habe ich die Reißleine gezogen, bin zum Arzt, der mich zumindest eine Woche aus dem Verkehr gezogen hat. Cortison gegen unspezifische Symptome. Geholfen hat es nicht wirklich. Auch wenn die Panik weg war, weil ich ja ‚gesund‘ bin.

Irgendwann hatte meine liebste Nachbarin/Gassifreundin die tolle Idee gehabt, gemeinsam zum Aquafit zu gehen. Das hat mir so extrem geholfen, wirklich. Es war nervig, immer ins Schwimmbad, duschen, nass, kalt, bäh. Aber es tat mir gut. Bis ich wieder Corona bekam und seither nicht mehr aus der Erkältung-ich-fühle-mich-krank-Phase rauskomme. Ätzend. Und der Rest von mir?

Stress führt beim mir dazu, dass ich Comfy Food und vor allem Drinks brauche. Eine Angewohnheit, die nicht zum Wohlbefinden beiträgt. Sondern eher dazu, dass ich immer dicker werde und damit unglücklich. Großes Thema, wenn ich es auch immer in den Hintergrund gerückt habe.

2024 will ich mehr Sport machen. Gesünder essen und mich auf meine Gesundheit konzentrieren. Körperlich aber auch seelisch. Work-Life-Balance und so.

 

Schreiben
Das Schreiben, das Schreiben.
2023 gibt es von mir keinen neuen Roman. Ich habe es schlicht und ergreifend einfach nicht geschafft.
Und wisst ihr was? Es hat mir extrem gefehlt. Sehr sogar.
 
Immerhin habe ich erfolgreich am NaNo teilgenommen. Joshs Geschichte ist zwar erst gute 3 Wochen später fertig geworden, aber sie ist fertig und liegt gerade im Lektorat. Das ist ein gutes Gefühl, auch wenn ich noch nicht wirklich happy bin. Aber hey. Erste Schleife Lektorat, ich bin stolz, es endlich geschafft zu haben.
 
Außerdem habe ich endlich Charly und Cooper fertiggestellt und mir dafür einen Monat gegeben, den ich sogar eingehalten habe.
Also habe ich wohl doch mehr geschrieben, als ich zugeben wollte.
 
Alleine im NaNo über 70.000 Worte und dazu noch Charly und Cooper, wo eigentlich nur die ersten 3 Kapitel standen.
Aus dem Lektorat ist es natürlich schon lange zurück und ich bin okay-ish mit meinem Roman so ganz ohne Rockmusik.
Ich bin gespannt, was passiert, wenn er erscheint.
 
Studium
Ach ja, das gibt es ja auch noch.
Nicht viel zu vermelden, außer, dass ich gewaltig hinterher hänge.
2025 Juni soll Schluss sein mit dem Bestehen der Bachelor Arbeit. Gerade hoffe ich, nicht bei einer Fallstudie durchgefallen zu sein. Seufz.
Aber auch dafür wird es eine Lösung geben. Es wird sich alles finden. Ich muss nur Geduld haben.
 
Umbau

2023 haben wir den Umbau von unserem kleinen Häuschen in Angriff genommen und stecken noch mittendrin.

Es ist aufregend. Nervenaufreibend und teuer.

Aber langsam wird es. Das Dach ist wieder drauf und der Teil war wohl am kribbeligsten, vor allem weil es eigentlich seit dem Abriss des Daches nur noch geregnet hat.

Aber wir freuen uns, dass wir ein bisschen mehr Platz für die Familie bekommen und ich mit meiner Selbstständigkeit zumindest räumlich einen großen Schritt machen kann.

Erste Male

Das erste Mal einen Roman geschrieben ohne Rockmusik. Zählt das?

Außerdem zum ersten Mal auf ein Gerüst geklettert, das an einem Haus angebracht ist. Wowi. Und ich dachte, ich wäre schwindelfrei. Das ist noch mal eine Hausnummer.

An einem Kran habe ich gearbeitet. Auch das war mal was anderes und natürlich bedeutet Innenausbau oder Abriss immer noch mal das ein oder andere, was ich noch nie gemacht habe.

Ich habe viele neue wundervolle Menschen kennengelernt. Vor allem über den Write Choice Club, dem ich beigetreten bin.

Meine Introvertiertheit habe ich dabei ein Stück besiegt, weil ich mich zum Mittagessen mit für mich völlig fremden Menschen verabredet habe und sehr viel Spaß hatte! Reverse Harem sage ich nur.

Außerdem habe ich Kassia persönlich kennengelernt. Es war und ist mir eine Ehre.

Ich habe am Adventskalender von Johanna teilgenommen und zum ersten Mal in meinem Leben ein Podcast mitgemacht. Das war wirklich eine tolle Erfahrung. Hört und schaut mal rein, da haben so viele tolle Leute teilgenommen!

Und ich habe mich getraut und mich bei einer Messe als Autorinnenausstellerin beworben und bin genommen worden. Kassia und ich freuen uns schon auf die Book Boyfriend Convention, bei der wir uns einen Tisch teilen werden.

Mein Jahr in Zahlen
  • Bücher geschrieben: 2
  • Veröffentlichungen: 0
  • Follower:innen Instagram: 740. Vielleicht komme ich ja auch irgendwann mal auf die 800
  • Geschriebene Worte: Keine Ahnung. Ich habe nur gesehen, dass Joshs Roman über 1 Mio Zeichen hat
Meine Ziele für 2024
  •  Im Februar möchte ich meine Floridageschichte veröffentlichen. Charly und Cooper vorstellen. Den Titel habt ihr mitwählen dürfen
  • Außerdem geht es am 17.02.2024 mit Kassia L. Hill und vielen anderen tollen Autorinnen auf die Book Boyfriend Convention in Saarbrücken. Seid ihr dabei? Wir freuen uns auf euch! Über Weihnachten gibt es auch noch Rabatt für die Eintrittskarten
  • In 2024 kommt mein neuer Cursed Instant Roman. Die Geschichte von Josh! Endlich!
  • Mein Newsletter soll wiederbelebt werden. Eigentlich ab Januar, schauen wir mal
  • Mein Büro wird umziehen und damit mein kleines Lektorat und meine Schreibhöhle. Wann? Wissen wir noch nicht, kommt darauf an, wie schnell wir arbeiten
  • Ich möchte an einem Projekt mit anderen Autorinnen arbeiten – lasst euch überraschen
  • Die FBM ruft natürlich ebenfalls wieder
Und alles andere? Lassen wir uns überraschen oder?

Das war mein Rückblick für 2023.

Nicht sehr lang, nicht sehr ausführlich, aber eben an einem Tag statt an 20 geschrieben, wie er eigentlich hätte geschrieben werden müssen, im Rahmen des Jahresrückblog. Trotzdem hat es mir viel Spaß gemacht, teilzunehmen. Und ich bin 2024 mit besserer Planung hoffentlich wieder dabei.

Was bleibt mir zu 2023 noch zu sagen?

Es ging rasend schnell vorbei. Ich komme gar nicht mehr mit. Der Stress hat mich echt fertig gemacht und ich hoffe, ich kann mich erholen und 2024 wird weniger belastend, was das Stresslevel angeht.

Ich beende das Jahr mit vielen Erfahrungen. Vielen ersten Malen, viel Arbeit, die vor mir liegt und … ohne eigenes Auto. Das ist wirklich mal was Neues.

Rockt on, meine Rockeronies und bleibt mir ja gesund!

Eure

2 Comments

  • Kassia L. Hill

    Dein Blogartikel ist so 100 % du, das ist einfach total schön. Vieles wusste ich ja bereits, trotzdem spannend, es noch einmal so zusammengefasst zu lesen. Babysteps sind doch ein guter Plan und hey, 2 Romane geschrieben! Und wir reden nicht von 200 Seiten Büchern. 2024 geht es weiter und ich bin gern wieder dabei, feuer dich von der Seitenlinie aus an und freue mich mit dir, wenn du deine verdienten Erfolge feierst. Es wird großartig!

    • Sophie M. Seller

      Ach du Liebe 🙂 Danke dir. Und du weißt, ich feuere dich genauso an und feiere dich für alles, was du 2024 rocken wirst. Und ich weiß, das wird einiges sein!!

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