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Alles falsch gemacht

Wenn man sich kopfüber in neue Abenteuer stürzt, ist es eigentlich logisch, dass nicht alles rund läuft. Wie sollte es auch?

Das Wörtchen ’neu‘ ist enthalten und ‚Abenteuer‘.

Und genau das war es, als ich mich 2018/2019 entschied, als Autorin meine Romane für alle Welt zu veröffentlichen. Ich kannte niemanden und hatte keine Ahnung, wie das mit dem Selfpublishing funktionieren würde. Ich habe mich einfach auf den Weg gemacht und bin los gestolpert. Das beschreibt meine Anfänge ziemlich gut …

Aller Anfang ist schwer und ich bin ziemlich chaotisch, tanze gern auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig und glaube, dass ich irgendwie schon alles im Griff habe.

Weit gefehlt.

Introvertierte die ich bin, habe ich mir gerade am Anfang schwergetan, ein Netzwerk aufzubauen an Leuten, die mich unterstützen hätten können und die ich gleichermaßen dann unterstützt hätte.

Natürlich habe ich Bücher gelesen, die Selfpublisherbibel ganz oben. Je mehr ich las, desto verunsicherter wurde ich. Ich wollte doch nur mein Buch veröffentlichen und ich hatte doch eine Lektorin, mit bei BoD angemeldet, ein Instagramprofil und eine Amazonseite.

Was sollte schiefgehen?

Alles und nichts.

Mein Buch erschien. Mein Baby. Mein Debüt. Flash Fame – Deine Chance auf Liebe Teil 1. Am 20.03.20. Was für ein schönes Datum, möchte man meinem.

Wer hätte auch ahnen können, dass es auch das Datum des 1. Lockdowns aufgrund der Covid Pandemie werden würde?

Und wer hätte an viel Marketing denken können?
Natürlich bin ich nicht so naiv, dass ich daran nicht auch gedacht habe, aber ich wusste einfach nie genau wie.

Spoileralert: Ich weiß es bis heute nicht.

Ich habe mir dann ganz ganz tolle Bloggerinnen zur Seite geholt, die mich wirklich wahnsinnig lieb bei allen meinen Projekten unterstützt haben, aber meine Verkäufe halten und hielten sich in Grenzen.

Habe ich damit gerechnet? Auf jeden Fall.

Bin ich trotzdem traurig? Natürlich. Auch wenn ich mir sage, dass es klar war, dass es so laufen wird.

Habe ich was verändert? Hm …

Ich bin – wie bereits gesagt – eine Tausendsassain. Neben dem ersten Roman, den ich veröffentlicht habe, habe ich mich selbstständig gemacht als Lektorin, mein Journalismus Studium angefangen und natürlich meinen Brotjob behalten. Neben der Familie – ich weiß, ich habe das schon 1000 fach erwähnt.

Das bedeutet aber auch, dass ich zwar in der Theorie etwas aus der Veröffentlichung meines Debüts gelernt habe, aber in der Praxis?

Nein, ich habe nichts anders gemacht. Im Gegenteil, ich befürchte sogar, dass meine Marketingmaßnahmen noch weniger geworden sind. Teilweise war und bin ich sogar kaum noch auf Instagram unterwegs. Und dort habe ich zwar inzwischen eine tolle Community aus vielen, vielen Autor:innen und Lektor:innen gefunden, Leser:innen sind auch dabei, aber sie machen nicht das Gros aus. Sprich: Auch nach 4 Jahren, fünf Büchern und einer Kurzgeschichte kennt mich keine Lesende oder sagen wir mal, nur wenige.

Und wie sollten sie auch?

Bei meinem letzten Roman ‚Hurrikan – Liebe wie ein Wirbelsturm‘ habe ich kaum bis gar keine Werbung gemacht. Zwar war ich davor auf einer Messe – was für mich schon eine wertvolle Premiere war, die ich gern wiederholen möchte, aber ansonsten … ich habe nicht mal Bloggerinnen wirklich angefragt. Weil ich es einfach zeitlich nicht hinbekommen habe.

Das ist frustrierend, das ist nervig. Nicht, weil ich glaube, dass meine Bücher so was besonderes sind, aber ich würde mich trotzdem natürlich freuen, wenn einige Leute mehr sie lesen und kaufen würden.

So kann es nicht weiter gehen …

Und deshalb habe ich einen recht radikalen Schritt gewagt.

Der ist vielleicht nicht vielen aufgefallen, aber da sind wir wieder beim Thema: Es merkt niemand, weil mich niemand kennt. Obwohl, nein, das stimmt nicht! Eine Bloggerin hat mich gefragt, ob es mir gut geht und das hat mich schon gefreut 🙂

Anyways, ich schweife ab.

Ich gehe noch mal 100 Schritte zurück. Und bilde mich weiter. Ich schaue, wie man das anders machen – besser und überhaupt machen kann, mit diesem Marketing. Wie ich DICH da draußen finde, meine Leserin, meinen Leser. Und was du dir von mir wünschen könntest, damit du meine Bücher nicht nur einmal kaufst, sondern ihnen treu bleibst und dich bereits auf jedes neue Buch freust, mitfieberst und wir eine Beziehung aufbauen können, die dich bei deinem Hobby Lesen begleitet.

Darum soll es gehen und nicht darum, dass ich was verkaufen will. Sondern darum, dass ich mir meinen Lesenden eine Beziehung aufbauen kann und sie nicht nur eines meiner Bücher toll finden, sondern eben alles drumherum und sowieso und überhaupt.

Klingt merkwürdig?

Ist es vielleicht auch. Ich habe selbst noch nicht alles so klar in meinem Kopf stukturiert, wie ich es gern hätte. Aber: Ich wage mich an das Abenteuer, quasi noch mal bei Null anzufangen. Erst meine Lesenden und dann meine Bücher.

Das sind eine Menge Schritte, die ich dabei bedenken muss, aber ich werde sie gehen. Ein Fuß vor den anderen. Es ist ein neues Abenteuer und wenn ich an die To-Do-Liste denke, die ich jetzt schon vor mir habe, wird mir schlecht. Aber ich habe gelernt, jeden Tag zu nehmen wie er kommt, Aufgabenpakete einfach in Häppchen zu teilen und dann nicht auf den Berg zu gucken, sondern die Tagesroute, die ich eben in der Zeit schaffe, die ich zur Verfügung habe. Und wenn ich eine Pause brauche, dann ich darf ich mir die auch nehmen.

Mal schauen, wo mich das alles hinführt und ich bin gespannt, ob und wie ihr die Veränderungen bemerken werdet.

Schreibt mir doch, was ihr euch von mir als Autorin noch wünschen würdet oder was euch bisher gut gefällt, ich freue mich darüber.

Bis zum nächsten Mal!

Rockt on, meine Rockeronies

eure

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One Comment

  • Kassia L. Hill

    Das klingt interessant und ich bin super gespannt, was für Ideen du hast und auf welche Reise du uns mitnimmst. Ich glaube nämlich auch, dass deine Geschichten es wert sind, in die Welt getragen zu werden. Da steckt so viel Herz und Leidenschaft darin, ja auch ganz viel Musik und Liebe. Vielleicht sollten wir es weniger als Versagen sehen, sondern als einen Weg mit vielen Umwegen, Schweifen und manchmal auch Sackgassen. Am Ende sind es die Erlebnisse auf dem Weg, die Menschen, denen wir begegnen und die Blumen, die wir sonst nie entdeckt hätten. Ich bin mir sicher, dass du ans Ziel kommst. Vielleicht dauert es länger. Aber davon sollte man sich nicht entmutigen lassen.

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